Cities for Life


Greifswalder Aktionswoche gegen die Todesstrafe“ (25. – 30.11.2018)

Am 30. November 2018 wird der Internationale Aktionstag „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe” begangen. Greifswald gehört auf Beschluss der Bürgerschaft seit 2016 dieser weltweiten Initiative an. In diesem Jahr beteiligt sich die Universitäts- und Hansestadt bereits zum zweiten Mal mit einer Aktionswoche. Diese startet am Sonntag, dem 25. November, um 17.00 Uhr im Cinestar mit dem Film „Das Mädchen Hirut“. Der Film aus Äthopien beruht auf einem juristischen Präzedenzfall, bei dem ein 14-jähriges Mädchen ihren Peiniger erschoss und wegen Mordes angeklagt wurde.

Am Dienstag, dem 27. November, um 20:00 Uhr beschäftigt sich der Filmklub im Jugendzentrum Klex mit dem Fall Mumia Abu Jamal, der 1981 verhaftet und des Mordes an einem Polizeibeamten angeklagt wurde. Gezeigt wird die Dokumentation „In Prison My Whole Life“.

Zum Thema "Die Ächtung der Todesstrafe als zivilisatorischer Fortschritt" spricht PD Prof. Dr. Christine Morgenstern von der juristischen Fakultät der Universität Greifswald am Mittwoch, dem 28. November, um 19:00 Uhr im Bürgerschaftssaal des Rathauses. Der Vortrag beleuchtet die Entwicklung hin zu einer Ächtung der Todesstrafe in Deutschland, Europa und der Welt und setzt sich aus mit diesem zivilisatorischen Erfolg, aber auch mit Rückschlägen und Bedrohungen für eine solche Entwicklung auseinander.

Den Donnerstag, 29. November, ab 17:00 Uhr nutzt die offene Jugendarbeit der drei evangelischen Altstadtgemeinden St. Marien, St. Jacobi und St. Nikolai, um ihre Räume im Turm der Jacobikirche in eine Siebdruckwerkstatt zu verwandeln. Interessierte haben die Möglichkeit, sich aus einer Vielzahl von thematisch passenden Motiven und Farben ihr individuelles Design zusammenzustellen und auf mitgebrachte Materialien zu drucken.

Den Abschluss bildet ein Aktionstag am Freitag, dem 30.November. Um 17.00 Uhr lesen SchauspielerInnen des Theaters Vorpommern im Foyer des Hauses aus Abschiedsbriefen von zum Tode verurteilten Widerstandskämpfern gegen das Nazi-Regime. Im Anschluss laden die Kirchengemeinden Greifswalds ab 18.30 Uhr zu einer Andacht in die Annenkapelle der Marienkirche ein. Hier bietet sich Gelegenheit zum Innehalten und zum Nachdenken über die Menschenrechte und die Ehrfurcht vor dem Leben.

Organisiert wird die Aktionswoche durch das Beauftragtenbüro der Universitäts- und Hansestadt Greifswald gemeinsam mit Greifswalder Institutionen, Vereinen und Kirchgemeinden. Der 30. November wurde als weltweiter Aktionstag ausgewählt, weil an diesem Tag im Jahr 1786 das Großherzogtum Toskana als erster Staat offiziell ein Gesetz zur Abschaffung der Todesstrafe verabschiedet hatte.

Weitere Informationen zur Kampagne „Cities for Life“: www.santegidio.de

Greifswald - 13.11.2018
Quelle: Pressestelle Universitäts- und Hansestadt Greifswald