Glasarche ankert zum Jubiläum in MV


Zum diesjährigen Jubiläum „30 Jahre Nationale Naturlandschaften Mecklenburg-Vorpommern“ erwartet die Besucher der Großschutzgebiete des Landes ein ganz besonderes Highlight: an drei Standorten soll das Kunstprojekt GlasArche3 vor Anker gehen. Auf seiner Reise durch das Land erreicht es Dienstag, den 12. Mai, als Erstes den Wiecker Hafen im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.

Glasarche

Foto: Arnt Löber, Ahrenshoop

Die GlasArche3 ist ein Holz-Glas-Ensemble. Ein gläsernes Boot ruht in einer fünf Meter großen Hand aus Eichenholz. Das Kunstprojekt wurde 2015/2016 vom Landschaftspflegeverein Mittleres Elstertal (Zeitz, Sachsen-Anhalt) ins Leben gerufen, um auf die Zerbrechlichkeit der Natur und die Verantwortung eines jeden Menschen für die Bewahrung der Schöpfung aufmerksam zu machen. Die beiden ideengebenden Vorgänger befinden sich im Bayerischen Wald auf dem Lusen und vor dem Glasmuseum in Frauenau.

„Die Nationalen Naturlandschaften dienen der nachhaltigen Bewahrung unserer einzigartigen Naturausstattung. Deshalb passt die Skulptur wirklich ausgenommen gut dort hin. Wir wollen mit diesem wunderbaren Kunstobjekt zum Nachdenken über die Nachhaltigkeit der eigenen Lebensweise anregen“, wirbt Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus für das Kunsterlebnis. Es ginge ihm dabei vor allem darum, die Naturlandschaft aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und neu zu entdecken.

In Wieck muss gemäß der Corona-Schutz-Verordnung MV auf die geplante Auftaktveranstaltung verzichtet werden. Bürgerinnen und Bürger des Landes sind jedoch herzlich eingeladen, die Glasarche an Ort und Stelle auf sich wirken zu lassen. Der Förderverein Nationalpark Boddenlandschaft e.V. wird die Glasarche mit wöchentlich wechselnden Themen in den Sozialen Medien und in der Presse begleiten.

Nach sieben Wochen wird die Arche den Standort wechseln. Am 28. Juni reist sie nach Boizenburg ins Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe und am 16. August nach Waren in den Müritz-Nationalpark. Die Reise der Arche durch Mecklenburg-Vorpommern endet am 4. Oktober 2020 und wird wie in Wieck durch vielfältige Aktionen der beteiligten Nationalpark- und Biosphärenreservatsämter sowie der Schutzgebiets-Fördervereine begleitet - soweit dies unter den Einschränkungen aufgrund der Corona Pandemie möglich ist.

Weitere Informationen zum Kunstprojekt: www.glasarche-3.de

HINTERGRUND:

Am 12. September 1990 beschloss die damalige DDR-Regierung das Nationalparkprogramm. In den Kernzonen der großflächigen Schutzgebiete sollte die Natur der Natur überlassen werden. Damit wurde das Fundament für die heutigen Nationalparks und Biosphärenreservate in Mecklenburg-Vorpommern gelegt.

Bereits im Oktober 1990 übernahm Mecklenburg-Vorpommern aus dem Nationalparkprogramm der DDR fünf von insgesamt 14 Großschutzgebieten, darunter drei von insgesamt fünf Nationalparks. Heute bilden drei Nationalparks, drei Biosphärenreservate und sieben Naturparks die Nationalen Naturlandschaften (NNL) unseres Landes. Sie nehmen mit insgesamt 545.700 Hektar fast 18 Prozent der Landesfläche ein.

Es folgten weitere wichtige Etappenziele wie die Anerkennung der Serrahner und der Jasmunder Buchenwälder als Teil des UNESCO-Weltnaturerbe „Buchenurwälder der Karpaten und alte Buchenwälder Deutschlands“ im Jahr 2011 und die Ausweisung der Ivenacker Eichen als erstes Nationales Naturmonument in Deutschland im Jahr 2016.

Schwerin - 11.05.2020
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

 

Glasarche am Elberadweg in Boizenburg

Foto: Ulrike Müller, Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe


Glasarche jetzt im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe Mecklenburg-Vorpommern

Auf seiner Reise durch Mecklenburg-Vorpommern hat das Kunstwerk „Glasarche 3“ seit Dienstag (30.06.) seinen Ankerplatz im UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe M-V. Bis zum 16. August 2020 ist es in Boizenburg direkt am Elberadweg vor dem Eingangstor zur Freiluftausstellung EinFlussReich zu besichtigen. Das Kunstensemble besteht aus einem fünf Meter langen gläsernen Kahn, der in einer riesigen Hand aus Eichenholz ruht. Es symbolisiert die Zerbrechlichkeit der Natur, obwohl sie so imposant groß ist. Wir haben es sinnbildlich in der Hand, sie trotz ihrer Zerbrechlichkeit zu bewahren.

Anlässlich des 30. Jubiläums der Gründung der meisten Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks in Ostdeutschland ist Mecklenburg-Vorpommern Gastgeber für die Glasarche. Seit dem 12. Mai lag sie im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft am Hafen Born a. Darß. Nach Boizenburg wechselt die Kunstinstallation zum Müritz-Nationalpark nach Waren, bevor sie am 4. Oktober das Land wieder verlässt.

Auch in Boizenburg eignet sich das Kunstobjekt als Ausflugsziel, um dann die Flusslandschaft Elbe aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und neu zu entdecken. Die Lage entlang des beliebten Elberadweges wird sicherlich viele Gäste anlocken. Hier bietet sich gleich vor Ort ein Besuch der Freiluftausstellung EinFlussReich an.

Weitere Informationen zum Kunstprojekt:
www.glasarche-3.de

HINTERGRUND:

Am 12. September 1990 beschloss die damalige DDR-Regierung das Nationalparkprogramm. In den Kernzonen der großflächigen Schutzgebiete sollte die Natur der Natur überlassen werden. Damit wurde das Fundament für die heutigen Nationalparks und Biosphärenreservate in Mecklenburg-Vorpommern gelegt.

Bereits im Oktober 1990 übernahm Mecklenburg-Vorpommern aus dem Nationalparkprogramm der DDR fünf von insgesamt 14 Großschutzgebieten, darunter drei von insgesamt fünf Nationalparks. Heute bilden drei Nationalparks, drei Biosphärenreservate und sieben Naturparks die Nationalen Naturlandschaften (NNL) unseres Landes. Sie nehmen mit insgesamt
545.700 Hektar fast 18 Prozent der Landesfläche ein.

Es folgten weitere wichtige Etappenziele wie im Jahr 2011 die Anerkennung der Serrahner und der Jasmunder Buchenwälder als Teil des UNESCO-Weltnaturerbe „Buchenurwälder der Karpaten und alte Buchenwälder Deutschlands“ und im Jahr 2016 die Ausweisung der Ivenacker Eichen als erstes Nationales Naturmonument in Deutschland.

Schwerin - 01.07.2020
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt