Fahrerassistenzsysteme für LKW


Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) begrüßt Bundesrat-Entscheidung zu Fahrerassistenzsystemen für Lkw

Der Bundesrat hat heute (08.06.2018) bei seiner Sitzung in Berlin beschlossen, sich dafür einzusetzen Fahrassistenzsysteme für Lkw zur Pflicht zu machen. Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel begrüßt die Entscheidung:

„Schwere Auffahr- und Abbiegeunfälle, bei denen Lkw involviert sind - wie zu Pfingsten in Karow im Landkreis Ludwigslust-Parchim - führen leider viel zu oft zu schweren Verletzungen und nicht selten zu Verkehrstoten. Fahrerassistenzsysteme für Lkw können erheblich zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beitragen“, so Pegel, der für Mecklenburg-Vorpommern an der Bundesratssitzung teilgenommen hat.

Die zusätzlichen Assistenzsysteme warnen den Fahrer beim Abbiegen vor Radfahrern und Fußgängern und leiten bei Bedarf eine Notfallbremsung ein. „Der tote Winkel muss mit technischen Systemen zu Gunsten von Radfahrern und Fußgängern gesichert werden. Zumeist sind es die Lkw-Fahrer, die bei den Abbiegevorgängen besser aufpassen müssen. Dabei könnten die Assistenzsysteme unterstützen und die Verkehrssicherheit, vor allem in den Innenstädten, maßgeblich verbessern“, ist sich Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister sicher. Mit der Forderung einher geht die nach einer Pflicht für die Fahrer, die großteils bereits vorhandenen Notbremsassistenten dauerhaft eingeschaltet zu lassen.

Davon ist auch der Bundesrat überzeugt. Nachdem die Verkehrsministerkonferenz im April die Forderung an die Bundesregierung gerichtet hatte, Notbrems- und Abbiegeassistenzsysteme für Lkw verpflichtend in das Straßenverkehrsrecht aufzunehmen, schließt sich heute der Bundesrat diesen Forderungen an. Nun ist die Bundesregierung gefragt, über eine entsprechende Änderung der Straßenverkehrsordnung zu entscheiden.

Schwerin - 08.06.2018
Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung