Einführung einer landesweiten Ehrenamtskarte


Lenkungsgruppe zur Einführung einer landesweiten Ehrenamtskarte hat Arbeit aufgenommen

Am (heutigen) Freitag fand die konstituierende Sitzung der Arbeitsgruppe zur Ausgestaltung einer landesweiten Ehrenamtskarte statt.

Das unter Leitung des Sozialministeriums u.a. aus Vertreterinnen und Vertretern der Landesverwaltung, der Ehrenamtsstiftung, des Landkreistages sowie Städte- und Gemeindetages bestehende Gremium hat die Aufgabe, einen konzeptionellen Rahmen zu entwerfen.

In Expertenworkshops und Fachveranstaltungen werden beginnend ab Februar/ März erste Überlegungen zum konzeptionellen Rahmen vorgestellt und diskutiert. Ab April ist dann auf mehreren Bürgerforen im gesamten Land eine breite Bürgerbeteiligung vorgesehen. Dabei werden Wünsche und Anregungen der Engagierten erfasst. Das Konzept wird anhand der Rückmeldungen weiterentwickelt und von der Arbeitsgruppe begleitet.

Das so gewonnene Gesamtkonzept zur Ausgestaltung der Ehrenamtskarte soll nach der Sommerpause in die Anhörungen gehen und nach dem Kabinettsbeschluss voraussichtlich Ende Oktober dem Landtag zugeleitet werden. Ab wann die landesweite Ehrenamtskarte dann eingeführt werden kann, hängt vom parlamentarischen Beratungsverlauf, den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln und der Ausgestaltung der Vergünstigungen mit den potentiellen Anbietern ab.

„Das ehrenamtliche Engagement ist ein unverzichtbarer Bestandteil zum Wohle einer lebendigen, vielfältigen und solidarischen Gesellschaft“, betonte Ministerin Stefanie Drese im Vorfeld der konstituierenden Sitzung. Das Ehrenamt braucht aber auch eine Kultur der Anerkennung und Wertschätzung. Eine landesweite Ehrenamtskarte, die ehrenamtlich tätigen Menschen Vergünstigungen und Rabatte ermöglicht, zielt genau in diese Richtung.“

Schwerin - 26.01.2018
Quelle: Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Ehrenamtskarte - Bürgerdialog

Das Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung lädt bei ihrer Veranstaltungsreihe Bürgerdialog in mehreren Städten Mecklenbur-Vorpommerns die Ehrenamtlichen zur Diskussion ein. Dabei will die Ministerin Stefanie Drese (links im Bild) Anregungen für die Gestaltung der Rahmenbedindungen für die Einführung einer Ehrenamtskarte sammeln. Die erste Veranstaltung fand im Stralsunder Rathaus statt, dabei erhielt sie Unterstützung von Landrat Ralf Drescher (Foto: Redaktion)


Würdigung des bürgerschaftlichen Engagements zentrales Anliegen der Ehrenamtskarte
Stefanie Drese (SPD): Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern wichtiges Element auf dem Weg zum richtigen Konzept


Heute, am 13. April 2018, startet in Stralsund das erste von vier Bürgerforen des Sozialministeriums und der Ehrenamtsstiftung. Ziel ist es, im direkten Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern die Leitlinien einer landesweiten Ehrenamtskarte zu diskutieren. Diese Hinweise sollen in die weiteren Überlegungen einfließen.

Zum Auftakt in der Hansestadt verdeutlichte Sozialministerin Stefanie Drese, welche Kriterien zum Erfolg einer landesweiten Ehrenamtskarte beitragen werden. Wichtig ist nach Ansicht der Ministerin vor allem eine geringe Bürokratie und eine gerechte, an nachvollziehbare Bedingungen geknüpfte Vergabe.

„Wir müssen ein attraktives Angebot schaffen, das von den ehrenamtlich Tätigen einfach zu beantragen ist. Dabei kommt es auch auf eine gute Zusammenarbeit zwischen Land, Kreisen und Gemeinden an. Daneben sollten wir auf eine hohe Beteiligung privatwirtschaftlicher Kooperationspartner hinwirken“, definierte Drese die anstehenden Aufgaben.


Mit der Einführung einer Ehrenamtskarte setzt Mecklenburg-Vorpommern ein weiteres, wichtiges Zeichen zur Anerkennung und Würdigung von ehrenamtlichem Engagement. Drese: „In Mecklenburg-Vorpommern hat sich eine Kultur der Beteiligung entwickelt, die enorm wichtig für den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft ist. Auch deshalb wollen wir mit dieser Karte etwas zurückgeben. Und wir möchten mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern sprechen, um Ideen zu sammeln und Vorschläge zu diskutieren.“

Die kommenden Bürgerforen finden statt:

Montag, 14. Mai 2018, 18:00 Uhr, Neubrandenburg
Samstag, 02. Juni 2018, 10:00 Uhr, Schwerin
Samstag, 09. Juni 2018, 10:00 Uhr, Hansestadt/ Landkreis Rostock

Schwerin - 13.04.2018
Quelle: Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung
Video: Stephan Pundt / Redaktion