Denkzeichen 1989


Fonds „Denkzeichen 1989“ mit 50.000 Euro aufgelegt

Staatssekretär Freiberg: Geschichte lässt sich ganz konkret vor Ort festmachen

In Mecklenburg-Vorpommern sollen 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution kleinere Gedenkorte unterstützt werden, die an die Ereignisse im Jahr 1989 erinnern. Das Land hat dazu den Fonds „Denkzeichen 1989“ aufgelegt, mit dem sich das Kabinett befasst hat. Abgeleitet vom Ereignisjahr kann jedes Projekt eine Förderung von bis zu 1.989 Euro erhalten. Der Fonds umfasst insgesamt 50.000 Euro, so dass bis zu 25 Gedenkorte unterstützt werden können. Anträge auf eine Förderung können bei der Landeszentrale für politische Bildung unter https://lpb-mv.de gestellt werden.

„Das Jahr 1989 ist das Jahr, in dem sich für viele Menschen in unserem Land viel verändert hat. Wir wollen die Erinnerung an diese bewegenden Ereignisse wachhalten und jüngere Generationen daran teilhaben lassen“, betonte Staatssekretär Steffen Freiberg. „Geschichte lässt sich nicht nur an Jahreszahlen festmachen, sondern ganz konkret vor Ort und ist immer mit persönlichen Erlebnissen verbunden. Die ‚Denkzeichen 1989‛ sollen diese Orte sichtbar machen. Auf diese Weise wollen wir erreichen, dass die Ursachen und der Verlauf der Friedlichen Revolution stärker ins öffentliche Bewusstsein gelangen “, erläuterte Freiberg.

Mit dem Fonds „Denkzeichen 1989“ können freistehende Stelen, Platten, Tafeln und Säulen mit oder ohne Inschriften gefördert werden, die der Information und der Erinnerung an die Friedliche Revolution dienen. Dabei soll es sich um solche „Denkzeichen“ handeln, die beispielsweise die Lokalgeschichte im Herbst 1989 mitbestimmt haben. Förderfähig sind zudem „Denkzeichen“, die die Vorgeschichte der Friedlichen Revolution aus lokaler und regionaler Perspektive in den Mittelpunkt stellen. „Denkzeichen“, die an kirchliche und kulturelle Initiativen, der Umwelt- und Bürgerbewegung oder an die Vernetzung lokaler Initiativen erinnern, können ebenfalls finanziell unterstützt werden.

Die „Denkzeichen 1989“ sind Teil des Konzeptes „Gedächtnisort 1989“, mit dem eine Grundlage für ein breites Gedenken in diesem Jahr in Mecklenburg-Vorpommern gelegt werden soll. Neben der Veranstaltung in Waren zur Errichtung des zentralen Erinnerungsortes sollen die „Denkzeichen 1989“ ein dezentrales Gedenken im ganzen Land ermöglichen. Der Landtag hatte im Mai 2017 die Landesregierung beauftragt, ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten.

Schwerin - 23.07.2019
Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur